Johannes Hartkemeyer, der mit seiner Arbeit den Dialog, wie wir ihn kennen und schätzen, entscheidend mit geprägt hat, ist am 15. Juli 2019 nach schwerer Krankheit verstorben. Eine Würdigung seiner Person und seines Lebens finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Institutes für frühkindliche Entwicklung und Bildung.

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte, bitte merkt euch den 21. und 22. September 2019 für unser Herbstfest und die  Mitgliederversammlung in Hagen vor!

 

 

 

Im Dialog e.V. unterstützt diese Campagne.

Such DEIN Grundrecht, DEINEN Artikel aus dem Grundgesetz aus und veröffentliche ihn mit einem persönlichen Statement unter unserem Hashtag #zeigtgesicht sowie einer Verlinkung mit @GesichtZeigen auf Facebook, Twitter oder Instagram.

Für alle, die bis zum 23. Mai, dem 70. Jahrestag des Grundgesetzes mitmachen, besteht die Chance, ihre Botschaft im Look der Kampagne auf einer Werbefläche in Berlin mit der Welt zu teilen und selbst Kampagnengesicht zu werden.

(Quelle: zeigtgesicht.de)

Weitere Informationen: https://zeigtgesicht.de/

„Lerne von herausragenden Expert*innen wie du mit sinnvollen Ideen loslegst und wie wir gemeinsam eine schönere Welt gestalten.“ Pionieers of change

Seit Anfang der 2000er Jahre praktiziere ich Streitschlichtung mit Schulklassen und biete Fortbildungen für Lehrer*innen und Erzieher*innen zu diesem Thema an. Als besonders wertvoll erwies sich dabei die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg. Später begegnete mir die dialogische Haltung und mit ihr die Möglichkeit, behutsam und kraftvoll zugleich Raum zu schaffen – Raum für ehrliche Äußerungen, neue Gedanken und für Gefühle, deren Ausdruck Bewegung in erstarrte Situationen bringen kann.

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„Wir sehen nur was wir sehen, wir sehen nicht was wir nicht sehen“.
Heinz von Foerster

Liebe Dialogfreund*innen,

immer wieder in den letzten Jahren sprachen uns Dialogkolleg*Innen an, dass sie den Sommerdialog als Begegnungs-, Austausch- und besonders als Dialogübfeld vermissen würden. Auch mit Martina Hartkemeyer haben wir häufiger darüber gesprochen;       wenn sie es schafft, ist sie natürlich sehr gerne auch diesen Sommer vom 12.-14. Juli dabei. Jetzt ist es mir eine große Freude, EUCH ALLE zum Sommerdialog 2019 einladen zu können. Johannes Schopp und ich möchten den Raum für diesen Sommerdialog als Einlader und Organisatoren vorbereiten und planen.

Wir haben den ehemaligen Gutshof Haus Busch – www.tagungshausbusch.de –  im ländlichen Randgebiet von Dortmund gefunden, eine wunderbare, ruhig gelegene Dialogtagungsstätte mit schönen Räumen, Übernachtungsmöglichkeiten, großem alten Baumbestand. Dort können wir uns sehr gut vorstellen, Dialogrunden gemeinsam zu gestalten, um uns gegenseitig darin zu unterstützen, auch Einiges von demjenigen zu sehen, was wir nicht sehen, unsere Wahrnehmung von uns und der Mitwelt zu erweitern, um dasjenige dann zu tun was wir tun, möglicherweise neu. Zu tun oder zu lassen gibt es ja reichlich. Zentrum unseres Sommerdialoges 2019 sollen große Dialogrunden im Kreis sein, wir können mindestens vier machen, Freitagnachmittag, Samstagvormittag und Nachmittag und Sonntagvormittag. Zusätzlich ist dann Zeit und Raum zum Erzählen, vielleicht gemeinsames Singen am Samstagabend oder auch morgens vor dem Dialog kurze Einheiten, Yoga, Stockkampf, Meditation, Tanzen….

Wir warten gespannt und sind voller Vorfreude auch auf eure Beiträge und Themen zu den Dialogen und auch eigenen Begleitungen. Auch die offenen Zeiten zwischendurch und abends liegen in der Hand aller Teilnehmenden. Wir müssen allerdings möglicherweise eine Auswahl treffen. Auch ist die Teilnehmer*innenzahl auf 30 begrenzt.

Kosten werden nur für Unterkunft/Frühstück entstehen, incl. Verköstigung/ Tagungspauschale, d.h. für Räume, für 2x Abendessen, 1x Mittagessen, Kaffee, Kuchen und Getränke.

Die Kosten für Übernachtung, EZ all incl. sind 168 Euro, DZ all incl. je 148 Euro; die Höhe der Tagungspauschale ohne Übern./Frühstück beträgt Euro 75.

Anmeldungen für die Teilnahme, Fragen und Anregungen für Dialoge, künstlerische Elemente und auch Fragen dazu laufen über mich: Heinz Verst: hverst@t-online.de, die Zimmerreservierungen und alles was mit Haus Busch zu tun hat läuft überJohannes Schopp: post@jschopp.de.

Uns fehlen bestimmt viele Adressen, ihr könnt die Einladungen gerne weitergeben an Freund*Innen.

Ja soweit erst einmal, EUCH alles Liebe! Hoffentlich bis bald zum Sommerdialog 2019 im Ruhrgebiet!

Johannes Schopp/Heinz Verst

Unter dem Titel „Miteinander reden – Gespräche gestalten – Gemeinsam handeln“ hat die Bundeszentrale für politische Bildung einen Ideenwettbewerb für Akteure in ländlichen Räumen ausgeschrieben. Passt, denke ich, sehr gut für dialogische Ansätze. Leider endet die Frist schon am kommenden Sonntag – aber auf der Seite steht, dass „Prozessbegleiter/innen“ sich noch bis 31. 1. bewerben können.

Hier geht´s zum Programm: miteinanderreden.net/

Ansonsten noch allen ein gesundes und frohes Jahr 2019! Schaut ruhig mal in den Veranstaltungskalender – da stehen Sachen drin, die das Jahr definitiv noch interessanter machen können 🙂

Herzliche Grüße von André

Am Wochenende 16. und 17. März 2019 findet in der Jugendherberge Hannover das 3. Dialog-Forum des Vereins „Im Dialog e. V.“ statt. Das Dialog-Forum richtet sich vorrangig an die Vereinsmitglieder. Interessierte Nicht-Mitglieder sind selbstverständlich auch willkommen.

Im Wesentlichen geht es um drei Anliegen:
Es bietet uns Mitgliedern Zeit, einander kennenzulernen.
Es schenkt uns Gelegenheit, das WIR im Vereinsleben (er)leben zu können.
Es gibt uns den Raum für Dialoge.

Weitere Informationen (PDF-Einladungsflyer)

Die Initiative Menschlichkeit als Organisatorin des Festes am 28.-30.09.18 hatte unseren Verein eingeladen, an der Gestaltung mitzuwirken. Diese Gelegenheit, den Verein und seine Ziele einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren, wollten wir ergreifen. Zu dem gewählten Titel Mensch – Würde – Geist fanden wir wunderbare Anknüpfungspunkte. Außerdem erschien die Chance ziemlich groß, auf Menschen zu treffen, die für praktische Dialogerfahrungen offen sind.

Die Impulsträger waren Doris Stalp-Kotulla, Inge Willwacher und Jens Kotulla, es kamen Eva Kirchhof, Uta Nagel, Willi Juhls, Freia Brix-Bögge und Justina Klang hinzu.

Um es vorwegzunehmen: Unser Beitrag zum Begegnungsfest in Form eines Dialogs unter freiem Himmel (in diesem Fall in einem pagodenförmigen Zelt) war ein schöner Erfolg. Das Angebot traf auf ein starkes Interesse nicht nur der BesucherInnen des Festes, sondern auch von PassantInnen. Unser Zelt stand sehr günstig an der Oskar-Hoffmann-Straße auf dem Platz vor dem Schauspielhaus, so dass wir auch von außen gut gesehen werden konnten.

Zwei Dialogrunden zum Thema „Ein würdevolles Leben“ führten wir durch. Die Teilnehmenden fanden in den Abschlussrunden warme Worte des Dankes für dieses besondere Gespräch. Und auch Worte der Anerkennung für das Dialogformat, das als wohltuend wahrgenommen wurde.

Die teilnehmenden Vereinsmitglieder fühlen sich von dieser Erfahrung ermutigt weiter zu machen und wünschen sich, dass möglichst viele Dialoge unter freiem Himmel an vielen verschiedenen Orten stattfinden. Die entsprechende Ausrüstung ist vorhanden und kann ausgeliehen werden, beim Umgang mit den Behörden und bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leisten wir gerne Unterstützung.

So wurden wir angekündigt

Wer wird wohl kommen?

Einladung …

…angenommen!

Das Zelt ist voll.

Nach dem Dialog

Natürlich gibt es gute Gründe, helfende Gespräche innerhalb von vier Wänden stattfinden zu lassen – der Raum wohltemperiert und die Tür versehen mit einen Schild: „Bitte nicht stören“. Dennoch frage ich mich, warum wir die Natur, die Weite und die Bewegung heraushalten wollen aus Prozessen, in denen es – nun ja – darum geht, unserer Natur näher zu kommen, den Blick zu weiten und  Bewegung in etwas hineinzubringen.

In vielen Seminaren habe ich bei dialogischen Spaziergängen und Empathiegesprächen in Park, Wald und Feld berührende Erfahrungen gemacht: Die Gedanken fließen freier, wenn wir nebeneinander hergehen; Blockaden werden greifbarer, überwindbarer, wenn wir körperlich innehalten und erst dann weitergehen, wenn es auch einen Impuls dazu gibt. Manchmal kommt es zu überraschenden Gleichklängen zwischen innen und außen, resultierend aus dem Zusammentreffen von dem eigenen Prozess und dem Leben, welches uns auf dem Weg begegnet.
Warum soll ich diese Qualität meinen Beratungs- und Coaching-KlientInnen vorenthalten? Dass wir nur dann auf tolle Lösungen kommen, wenn wir lange genug auf einem Stuhl sitzen und tief in uns suchen, ist doch wohl eine recht antiquierte Vorstellung! Vielleicht schwingt die Lösung ja auch im Schrei der Wildgänse mit, die in Formation über uns hinwegziehen. Oder sie kullert uns genau vor die Füße, dunkelrot glänzend, nachdem eine stachelige Kastanienkugel plötzlich neben uns auf den Asphalt aufschlug.

Zwei Formate, von „Beratung auf dem Weg“, die ich praktiziere:

Empathywalk:
Konflikte auf einem einfühlsamen Spaziergang erkunden, sich selbst und die eigenen Reaktionen besser verstehen – aber auch das Verhalten der anderen, nicht anwesenden Person. Neue Blickwinkel einnehmen und Ideen für den nächsten Schritt aufkommen lassen. Empathywalk ist Laufen und Verweilen, Sprechen und Schweigen, Gefühle durchleben und Klarheit über die eigenen Bedürfnisse erlangen, Ideen generieren und Leere zulassen…
Du bringst einen Konflikt ein, den du transformieren möchtest. Den strukturierenden Ablauf dieser Dialoge im Gehen bilden die vier Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg – verlegt in die Landschaft.

Morgenluft-Coaching:
Es muss nicht „in aller Herrgottsfrühe“ stattfinden, aber prinzipiell schon am Morgen, bevor dein Hamsterrad Fahrt aufnimmt und dein Geist und dein Fühlen noch auf Empfang ausgerichtet sind.
In einem Vorgespräch teilst du mir dein Thema mit. In Vorbereitung auf das Coaching formuliere ich zu diesem Thema Fragen, in denen „Musik“ liegt. Nacheinander stelle ich dir dann während des dialogischen Spazierganges diese Fragen. Du bist eingeladen, ihnen nachzugehen, nachzuspüren, bist  eingeladen zu schweigen, zu sprechen und beim Sprechen auf ganz neue Gedanken zu kommen. In der Schlussphase unterstütze ich dich dabei, Antworten auf die Frage „Was heißt das jetzt konkret?“ zu finden und die nächsten Handlungsschritte festzulegen.

 

Bild: jplenio – pixabay.com