Ein Text von Gerlinde Coch

Es war einmal im kalten Winter 2010, als die Percussioninstrumente noch alleine im Trommelstudio schliefen und das Saxophon sich nach einem Gesellen sehnte … da fand Mone eine Nummernbotschaft in der Musikbibliothek, knackte den Code und rief sogleich Linde an.

Bereits als die Instrumente einander zum ersten Mal begegneten, war es um sie geschehen. In diesem Moment entstand eine neue Sprache, die später drum@phone genannt wurde. Sie entwickelt sich bis heute immer weiter. Nach einigen Treffen, Klang- und Raum- Experimenten sowie Millionen gefühlte Rhythmen und Töne später kam ein kleines Männlein des Weges. Es lauschte ein ganze Weile und bemerkte dann wissend, es würde regelrecht verstehen, was die Instrumente einander sagten. Im Weggehen fragte es, wieso wir eigentlich unsere Musik nicht öffentlich zu Gehör bringen würden. …

Die winzige Chorturmkirche Sylbitz im Saalekreis in Sachsen-Anhalt war der erste Ort für ein Konzert im Juni 2011. Es kamen Menschen hin, die uns durch ihr aufmerksames Dasein inspirierten. Miteinander erlebten wir staunend, welche Musik sich entwickeln kann, wenn wir alle einander auch im Schweigen achtsam zuhören.

Dies wurde uns seitdem zum Ariadnefaden: Musik dort fließen zu lassen, wo Zwischentöne zu Gehör gebracht werden sollen. Vernissagen, Lesungen, spirituelle Veranstaltungen und viele Menschen suchten immer wieder unsere Resonanz und wir die ihre. Jedes Stück ausschließlich aus dem Moment heraus entstehen und verklingen lassend wehrten wir erfolgreich jeden Versuch ab, unsere Musik auf Scheiben oder Sticks ihrer Freiheit zu berauben.

Doch dann trat Covid 19, der junge winzige Magier, der Menschen einerseits isolieren und auf der anderen Seite global vernetzen kann, auf den Plan. Er hob seinen Zauberstab über uns und sprach: „Brecht auf ins world-wide-web und verbindet euch dort mit den Menschen und allen Wesen, die bereit sind, aufeinander zu hören. Jonas vom Studio der Volksbühne am Kaulenberg wird euch dabei helfen.“

Wir satteln nun Djembe, Monochord und Handpan, packen Saxophone und Schalmei und machen uns auf dem Weg Richtung Universum …

Am Sonntag, 16. Mai 2021 um 19.30 Uhr geht es los.

Wer mitkommen möchte, folge gern diesem Link:

https://volksbuehne.jonsch.net/events/gerlinde-coch/

Über Reisegefährt:innen freuen sich Mone und Linde von drum@phone

https://drumphone.jimdofree.com/

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