Wir danken Ralph Brix  für diesen Bericht zu unserem Dialogforum, welches am 18. März in der Alten Timmer Schule in Bochum stattfand:


Das 1. Dialog-Forum, März 2017

An diesen Samstag, der gewiss vielen Menschen in Bochum wegen heftigstem Regenwetter in Erinnerung bleiben wird, werden wir, die 18 TeilnehmerInnen, uns sicher aus ganz anderen Gründen noch länger erinnern. Acht Stunden haben wir gemeinsam in den Räumen der alten Timmer Schule in Bochum-Linden verbracht.
Wir tauschten uns aus, erfuhren Neues, zeigten einander, ließen uns berühren,  lachten und genossen Pizza und Kuchen. Doch der Reihe nach.

Das Forum begann am Morgen um halb zehn mit einem losen Beisammensein bei Kaffee und Tee. Nach und nach trudelten alle ein, Bekannte freuten sich über ihr  Wiedersehen und einander Unbekannte hatten eine erste Gelegenheit, sich im lockeren Rahmen kennenzulernen.

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Neben dem „Dialog-Raum“ von Inge Willwacher, hatte der Verein einen zweiten, größeren Raum in der ersten Etage zugemietet. Ab zehn Uhr wechselten wir nach oben, wo die Dialoge und das geplante World-Cafe stattfinden sollten.
Nach einer kurzen Begrüßung gab es ein „mobiles“ Dialog-Karussell zu der Frage „Wie lebst Du?“. Dabei bewegten sich anfangs alle zu Musik kreuz und quer im Raum. Endete die Musik, suchte sich jede/r ein/e PartnerIn und tauschte sich zum Thema aus. Insgesamt führte jede/r drei Kurzgespräche.

Es folgte die „obligatorische“ Check-In Runde.

Die Gestaltung des umfangreichsten Programmpunkts „Dialog und Gewaltfreie Kommunikation (GfK)“ hatte Andrè Gödecke übernommen. Dabei fand Andrè eine wundervolle Mischung aus Selbsterfahrung, Information und Austausch.
In einer praktischen Übung ließ er uns Anwesende „begreifen“, wo es in der alltäglichen Kommunikation schnell hapert. Im Anschluss erklärte er uns die Grundzüge und –annahmen der GfK. Damit war ausreichend „Gesprächs“-stoff für den folgenden Dialog zum Thema gegeben.
Aus den Reaktionen der TeilnehmerInnen war deutlich zu hören/spüren, dass wir nicht nur Andrés Begleitung genossen hatten, sondern dass wir vom Thema, von der GfK und von den Möglichkeiten auch für den Dialog begeistert waren.

Inzwischen war es Viertel vor eins und Hunger – sowohl nach Essen, als auch einer Gehirn-Auszeit – hatte sich eingestellt. Bei Pizza und Salat stärkten sich alle für die zweite Hälfte des Tages.
Die begann mit einem kleinen Update zum vereinsinternen Status-Quo durch den Vorstand. Dabei wurde sowohl das anstehende Listening-Projekt (Informationen dazu an anderer Stelle) thematisiert, als auch die Bitte an die Mitglieder, zu überlegen, wo und wie sie gerne im Verein aktiv werden wollen. Dazu wurden Listen ausgelegt, auf denen angedachte Aktionen vorgestellt wurden, für die es (wo)man-power braucht, um sie umsetzen zu können (auch dazu gibt es sicher an anderer Stelle weitere Informationen).

Inzwischen war der Raum umgestaltet worden. Aus dem Stuhlkreis war ein World-Cafe mit drei Tisch-Runden entstanden. An jedem Tisch konnten wir uns einer anderen Fragestellung im Dialog zuwenden. Die Themen waren:

  • Wie können wir unter dem Dach des Vereins den Dialog in die Welt bringen?
  • Was antworte ich auf die Frage, warum jemand in den Verein eintreten sollte?
  • Was ist mir am Dialog wichtig?

Während Antworten und Ideen zu den ersten beiden Fragen als lose Sammlung von Stichworten und „Slogans“ auf großen Bögen festgehalten wurden, schrieben die TeilnehmerInnen Ihre Antworten auf Papier-Blätter, die schließlich an einen großen, gemalten Baumstamm geklebt wurden und somit auch ästhetisch sehr ansprechend präsentiert wurden.

Alle Ergebnisse wurden im Anschluss von den „Tischverantwortlichen“ der gesamten Gruppe vorgestellt (Fotos der Ergebnisse sowie eine schriftliche inhaltliche Zusammenfassung wird es bald auf der Internetseite geben).

Nach einer kurzen Kaffee-und-Kuchen-Pause stand schon der letzte Programmpunkt auf der Agenda: die Schlussrunde.

Obwohl ein Schlussdialog UND ein Check-Out geplant waren, kam es anders, da der Schlussdialog zum Check-Out wurde. Hörbar zufriedene TeilnehmerInnen zogen ein durchweg positives Fazit und ließen deutlich werden, dass das nächste Dialog-Forum gerne kommen kann.

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Diese Rückmeldung erreichte uns von TeilnehmerInnen:


Hallo ihr lieben Dialogbegleiter,
hier nun, von Ralph angeregt, ein kurzes Statement zum gestrigen Forum, auch schriftlich…

„…danke nochmals, für die Offenheit im Dialogforum und die tiefen und authentischen Begegnungen von Herz zu Herz im Gespräch!“
(Werner)
„…..mich berühren lassen, und zu berühren in der Offenheit des Gesprächs ist für mich jedes mal wieder ein „heiliges Abendteuer“…“
(Mareike)
Danke auch nochmals allen Organisatoren für die umsichtige Vorbereitung, wir freuen uns auf das nächste Treffen!
Herzlichst
Mareike


Weitere Ergebnisse und Stimmen dazu finden Vereinsmitglieder im internen Forum.