Erdfest in der Zeit vom 19.- 21. Juni 2020

Foto: NN

Wie können wir Verantwortung übernehmen, ohne uns dabei auszulaugen? Wie können wir die innere Anbindung nähren? Braucht es in diesen Zeiten der Polarisierung, die immer auf Trennung aus ist, gerade auch regenerative Rituale, die verbinden? Vielleicht ein kleines Erdfest an eurem Ort? Gemeinsam Innehalten und Wahrnehmen…was offenbart sich im Lauschen mit der Erde?

 „Erdfeste können überall stattfinden. Und es gibt keine zentrale Leitung. Jedes Erdfest entsteht im eigenen Kontext und in eigener Regie, gemäß den Möglichkeiten und Ideen der jeweiligen InitiativträgerInnen…

Erdfeste leben von innerer Haltung und In- Verbindung- Sein und sind nicht darauf angewiesen, als Publikumsevent geplant zu werden… sie können 2 Stunden oder 3 Tage zelebriert werden…auf dem Balkon, im Wald, im Park, im Garten, im Innenhof, auf Industriebrachen…

Die alljährlichen drei Erdfest-Tage schaffen Bewusstsein mit dem Lebendigen, das uns in jedem Augenblick nährt und hält. Sie unterstützen so den demokratischen Wandel hin zu einer lebensfördernden Welt..“   weitere Infos  https://erdfest.org/de/initiative

Der Verein Im Dialog e.V. ist so ein Initiativträger und ihr könnt euch gern bei Jana Marek dazu melden. Es geht auch ganz schlicht, in dem ihr mit der ERDE steht und eure Erfahrungen teilt. Gern veröffentlichen wir auch kleine Begebenheiten auf unserer Website.

PDF-Flyer der Erdfest-Initiative

Erdfest in Mannheim

Bericht von Jens Kotulla

Mit „Wir feiern die Erde – die Grundlage des Lebens“ haben wir, Doris Stalp-Kotulla und Jens Kotulla als ImpulsträgerIn, unsere Einladung zum Erdfest überschrieben.  Zwölf Menschen fanden sich am 21. Juni nachmittags um 17 Uhr in unserem Garten ein. Freunde und Bekannte, Menschen aus dem NetzWerk und aus der Nachbarschaft freuten sich auf dieses besondere Thema.

Nach einem Dialog über die für den heutigen Tag leitenden Fragen „Gehen wir achtsam und dankbar genug mit der Erde um?“ und „Was ist ein würdiges Verhältnis zu `Mutter Erde´?“ luden wir zu einem dialogischen Spaziergang ein. Dialogpartnerin sollte in diesem Fall die Natur sein: Vom Hören zum Lauschen, vom Sehen zum Schauen, vom Denken zum Empfangen; Resonanz mit der Natur, Raum öffnen für das DU, in dem das Lebendige erscheinen kann – das gaben wir den Teilnehmenden mit auf den Weg. Und die Bitte, einen Gegenstand von unterwegs mitzubringen, der ja vielleicht eine kleine Geschichte erzählen kann.

Zu den tiefgehenden Aussagen über die eigene Beziehung zur Erde im ersten Dialog kamen nun sehr persönliche Erlebnisse während des Spaziergangs hinzu, die dann nachher in der Runde miteinander geteilt wurden.

Für das Fest war uns auch ein einfaches, bescheidenes Essen und Trinken im Sinne der Nachhaltigkeit wichtig. So gab es selbstgemachten Hefeteig für Stockbrote, etwas frisches Obst und Gemüse und Quellwasser. Die kleine Gemeinschaft versammelte sich um eine Feuerschale, hielt die Stöcke mit dem Brotteig ins Feuer und genoss den herrlichen Geschmack.

Die lebhafte und lustige Atmosphäre wurde zum Ende hin, es war schon dunkel, noch einmal auf besondere Art feierlich: Es wurde zusammen gesungen. – Nach 5-6 Stunden verabschiedeten sich alle dankbar und mit herzlichen Umarmungen.

Text und Bilder: Jens Kotulla

Artikel von Jens Kotulla mit Bildern als PDF

Erdfest in Leer (Ostfriesland)

Bericht von Bianca Ledermann

Erdfest-Aktion – begleitet von Bianka Ledermann im Rahmen einer Abschlussveranstaltung eines Qualifizierungskurses für pädagogische Fachkräfte zur/zum Praxis-Mentor*in am 21.6.2019 in Leer (Ostfriesland)

Im Rahmen einer Qualifizierung zur/zum Praxis Mentor*in für pädagogische Fachkräfte fand am 21.6.2019 unsere Abschlussveranstaltung statt.

Während dieser Veranstaltung haben wir uns gemeinsam Zeit genommen, um zusätzlich zur Reflexion zu der Ausbildung auch eine Verbindung im Miteinander zu gestalten und aufmerksam zu sein/zu werden mit der Natur.

Einführend unterhielten wir uns über den Reaktor-Unfall 1986 in Tschernobyl und haben im Anschluss den „Ulmentanz“ getanzt und miteinander die Geschichte des Ulmentanzes gelesen und eigene Erinnerungen an das damalige Geschehen ausgetauscht.

Danach haben wir einen „Spaziergang mit mir selbst im inneren Dialog“ in der Natur durchgeführt, bei der jede einen Gegenstand mitgebracht hat und dazu die Gedanken, die er/sich auf dem Weg dazu gemacht hat, eingebracht hat.

In einem Dialogkreis haben wir uns ausgetauscht, wie Achtsamkeit mit sich und der Natur, ressourcenschonender Umgang im Alltag fortgesetzt werden kann.

Hierbei haben wir ein „Achtsamkeits-Tagebuch“ eingeführt, dass jede bekommen hat für eigene Notizen, Ideen aber auch Momenten, die jede für sich festhalten und sammeln will. Diese Blanko-Achtsamkeitsbüchlein wollen alle an ihre jeweiligen Auszubildenden nach den Sommerferien ebenfalls verteilen und diese ermuntern, auch einen Naturspaziergang zu machen um den inneren Dialog zu erleben und sich verbunden zu fühlen und einen Moment der Stille zu genießen.

Ebenfalls erhielt jede eine Wildblumen-Samenmischung, mit der Bitte, dieses Jahr diese aus zu streuen und den Samen weiter zu tragen, ihn zu hegen und möglichst auch wachsen zu sehen.

Zum Abschluss haben wir noch gemeinsam den „Ulmentanz“ ein zweites Mal getanzt und haben uns in Stille getrennt und auf den Weg gemacht.

Fotos von uns als Gruppe sind dabei leider nicht entstanden, sondern nur Fotos von unserer Anregung zum Spaziergang und von den Fundsachen in der Abschlussrunde.

Mein Dankeschön gilt den 16 Frauen, die mitgemacht haben und die den Gedanken weitertragen wollen.

Herzlichst

Bianka Ledermann (Dialogprozessbegleiterin aus Dortmund und Emden)

28.6.2019

Text und Bilder: Bianca Ledermann