Die Initiative Menschlichkeit als Organisatorin des Festes am 28.-30.09.18 hatte unseren Verein eingeladen, an der Gestaltung mitzuwirken. Diese Gelegenheit, den Verein und seine Ziele einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren, wollten wir ergreifen. Zu dem gewählten Titel Mensch – Würde – Geist fanden wir wunderbare Anknüpfungspunkte. Außerdem erschien die Chance ziemlich groß, auf Menschen zu treffen, die für praktische Dialogerfahrungen offen sind.

Die Impulsträger waren Doris Stalp-Kotulla, Inge Willwacher und Jens Kotulla, es kamen Eva Kirchhof, Uta Nagel, Willi Juhls, Freia Brix-Bögge und Justina Klang hinzu.

Um es vorwegzunehmen: Unser Beitrag zum Begegnungsfest in Form eines Dialogs unter freiem Himmel (in diesem Fall in einem pagodenförmigen Zelt) war ein schöner Erfolg. Das Angebot traf auf ein starkes Interesse nicht nur der BesucherInnen des Festes, sondern auch von PassantInnen. Unser Zelt stand sehr günstig an der Oskar-Hoffmann-Straße auf dem Platz vor dem Schauspielhaus, so dass wir auch von außen gut gesehen werden konnten.

Zwei Dialogrunden zum Thema „Ein würdevolles Leben“ führten wir durch. Die Teilnehmenden fanden in den Abschlussrunden warme Worte des Dankes für dieses besondere Gespräch. Und auch Worte der Anerkennung für das Dialogformat, das als wohltuend wahrgenommen wurde.

Die teilnehmenden Vereinsmitglieder fühlen sich von dieser Erfahrung ermutigt weiter zu machen und wünschen sich, dass möglichst viele Dialoge unter freiem Himmel an vielen verschiedenen Orten stattfinden. Die entsprechende Ausrüstung ist vorhanden und kann ausgeliehen werden, beim Umgang mit den Behörden und bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit leisten wir gerne Unterstützung.

So wurden wir angekündigt

Wer wird wohl kommen?

Einladung …

…angenommen!

Das Zelt ist voll.

Nach dem Dialog

Bei strahlendem Wetter und angenehmen Temperaturen führte die Initiativgruppe Mannheim des Vereins am Sonntagmittag eine Aktion auf dem Marktplatz durch. Unter dem Motto „Einladung zum Dialog“ wurde von Mitgliedern des Vereins eine Gesprächsrunde zu der Frage nach der Bedeutung eines würdevollen Lebens angeboten. In drei Stunden setzten sich immer wieder Passanten in den Kreis von 20 Stühlen. In teils sehr subjektiven Beiträgen wurden Erlebnisse im Zusammenhang mit der eigenen Würde geschildert. Auch der Umgang mit der Würde anderer Menschen war Thema.

Mithilfe von Beachflaggs, einem großen Aufsteller, den Dialogempfehlungen an den Rückseiten der Stühle und einem roten Teppich, der direkt in den Kreis führte, konnten wir die einladende Geste deutlich machen. Die Redebeiträge wurden mit einem Mikrofon und einer kleinen batteriebetriebenen verstärkt. Von zwei Stehtischen unter einem Sonnenschirm konnten die Passanten Flyer zu der Aktion und zum Dialogverein mitnehmen. Dort fanden auch lebhafte Gespräche statt und konnte etwas getrunken werden (Quellwasser und Tee).

Die Teilnehmenden äußerten am Ende, dass sie dankbar seien für diese Erfahrung, mit unbekannten Menschen so schnell in ein vertrautes Gespräch gekommen zu sein. Als positiv wurde der entschleunigte Austausch wahrgenommen. Es sprach jeweils nur eine Person, die anderen hörten konzentriert zu. Wenn jemand zuende gesprochen hatte, legte er oder sie das Mikrofon wieder auf einen Tisch in der Mitte, als Zeichen für den nächsten Redebeitrag.

Der schönste Satz als Resümee war: „Das müsste jeden Tag in jeder Fußgängerzone passieren.“ Die Mannheimer Gruppe fühlt sich durch den guten Verlauf darin bestärkt, ein solches Format der Stadtbevölkerung demnächst wieder anzubieten.

Lust, selber Dialog unter freiem Himmel anzubieten – in deiner Stadt, deiner Nachbarschaft oder im Rahmen einer größeren Veranstaltung?  Jens Kotulla berät dich gerne und stellt Material zur Verfügung!

Der Mannheimer Dialog unter freiem Himmel steht unter der Frage „Was ist für dich ein würdevolles Leben“. Er findet erstmals statt am 26.8.2016 auf dem Mannheimer Marktplatz.

Wir wagen damit ein spannendes Experiment: Ein Stuhlkreis auf dem Marktplatz, ein Tisch in der Mitte, Sprechgegenstände und eine Frage – mehr brauchen wir nicht, um den Versuch zu starten, der Sprachlosigkeit zwischen Menschen den Dialog entgegenzusetzen. Ein Gesprächsformat, das auf interessiertes Zuhören und authentisches Sprechen setzt.

 

Gerade Menschen mit ausgeprägten Meinungen zu den Themen unserer Zeit haben oft aus den Augen verloren, wie wichtig für die Demokratie der Abgleich von Positionen ist. In unserem Land genießen wir unsere Bürgerrechte, zu denen auch die Meinungsfreiheit gehört. Nutzen wir sie, um miteinander über wesentliche Fragen ins Gespräch zu kommen.

Weitere Infos finden Sie hier.

Bild: pixabay.com, domeckopol

 

Im Dialog e.V. beteiligt sich als Akteur auf dieser Veranstaltung – u.a. mit einem Dialog unter freiem Himmel auf dem Hans-Schalla-Platz (Samstag, 29. September, 11.30 – 12.30 Uhr)

Weitere Informationen zum Begegnungsfest finden Sie auf dem Veranstaltungsflyer sowie auf der Webseite der Veranstaltung.

Während meines Studiums zur Sozialpädagogin hörte ich immer wieder, dass die pädagogische Arbeit anstrengend, aber nicht direkt sichtbar sei. Pädagogik sei nun einmal kein Handwerk…

Ha! Und nun habe ich meinen Dialogkoffer, voll mit wunderbaren Werkzeugen!

Die Idee, diesen Koffer zusammen zu stellen, entstand während meiner Tätigkeit als Elternbegleiterin. Grundlage hierfür war das Buch „Eltern Stärken“ von Johannes Schopp. Ich habe während meiner Seminare „die Mitte“ gestaltet, indem ich bestimmte Gegenstände als Symbole für die „Dialogischen Kernfähigkeiten“ und „Einladung zum Dialog“ gewählt habe.

Mit dem Herzen fing alles an! Es war ein Geschenk zum Abschluss der Weiterqualifizierung zur Elternbegleiterin. Es folgte das Fragezeichen, dank einer lieben Teilnehmerin. Die meisten Impulse für meinen Koffer nahm ich neben bereichernder Kontakte aus dieser Weiterqualifizierung mit. Irgendwie haben mich dann auch die anderen Symbole nach und nach gefunden. Dieser Koffer begleitet mich nun bei allen Veranstaltungen und hat sich vor allem als eine wunderbare Einführung in den Dialog erwiesen.

Ich möchte DICH ermutigen, DEINEN DIALOGKOFFER zusammen zu stellen und für Seminare und/oder Beratung einzusetzen. Kopieren ist diesmal ausdrücklich erlaubt! Viel Spaß dabei!

Justina Klang

 


 

 

 

 

 

 

 

Inhalt: 10 Dialog-Werkzeuge, die als Symbole für Kompetenzen der Dialogischen Haltung stehen

Würfel

  • Die Haltung eines Lernenden verkörpern
  • Perspektive wechseln

Tiger

  • Stark sein und die eigenen Stärken kennen und wertschätzen
  • Respekt zeigen

Fenster

  • Sich öffnen
  • Produktiv plädieren – den Denkprozess offen legen

Herz

  • Von Herzen sprechen

Ohr und Watte

  • Zuhören und verstehen wollen „Watte aus dem Ohr –in den Mund“

Schnecke

  • Den Dialog verlangsamen „Entschleunigung“

Fragezeichen

  • Die Haltung eines „Nichtwissenden“ einnehmen

Goldene Brille

  • Wertschätzung zeigen
  • Den Blick nach Innen richten

Giraffe

  • Gewaltfreie Kommunikation anwenden

Feder

  • Leichtigkeit und Freiheit leben

(Copyright Fotos: Justina Klang)

  • 24.3.2018, 9.30 – 16.00 Uhr: Dialogforum für Vereinsmitglieder und Interessierte (Jugendherberge Potsdam)
  • 25.3.2018, 11.00 – max. 14.00 Uhr Dialog unter freiem Himmel
    (Alter Markt Potsdam) – Aufbau: 10.00 Uhr

Liebe Vereinsmitglieder,
hiermit laden wir Euch herzlich zum 2. Dialog-Forum des Vereins „Im Dialog e. V.“ ein.
Das Dialog-Forum richtet sich an Vereinsmitglieder, die untereinander und mit Mitglie-
dern des Vorstands und Beirats über die Entwicklung des Vereins in den Dialog kommen
wollen – und zwar außerhalb der vereinsrechtlich vorgeschriebenen Jahreshauptver-
sammlung mit ihren Formalitäten, wie Wahlen und Abstimmungen.
An der Arbeit des Vereins interessierte Gäste sind sehr herzlich willkommen.

Das Dialog-Forum hat im Wesentlichen drei Anliegen:

o Es bietet uns Mitgliedern Zeit, einander kennenzulernen.
o Es schenkt uns Gelegenheit, das WIR im Vereinsleben (er)leben zu können.
o Es gibt uns den Raum für Dialoge.

Geplanter Ablauf:

09.30 Uhr Ankommen mit Stehcafé
10.00 Uhr Beginn mit einem Check in
anschl. Dialog zur Zukunft des Vereins: „Der Verein im Jahr 2025“
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Dialogische Raumerkundung:
„Wir erleben gemeinsam den Potsdamer Alten Markt“
anschl. Vorstellung und Dialog über die am Sonntag, den 25. März 2018, auf
dem Alten Markt von Potsdam geplante Aktion: „Dialog unter freiem Himmel“
15.30 Uhr Kaffeepause
16.00 Uhr Abschluss-Dialog, Check out

Dialog unter freiem Himmel am Sonntag, 25.3.2018: 10 – 14 Uhr auf dem Alten Markt

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme und auf ein lebendiges, Verein-tes Miteinander.
Herzliche Grüße vom Forum-Team
Termin: Samstag, 24. März 2018, 9.30 Uhr – 17.00 Uhr
Ort: Jugendherberge Potsdam „Haus der Jugend“, Schulstraße 9, 14482 Potsdam, www.jh-potsdam.de

Bitte verbindliche Anmeldung bis spätestens Mittwoch, 14.03. 2018 unter: info@im-dialog-ev.de

Zimmerreservierung unter Tel. 0331 581 31 00

Einladung als PDF

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Unser heutiger Paardialog war in vielerlei Hinsicht erhellend und fruchtbar. Und lustig war der Abend auch. Der angekündigte Zeitrahmen von 18 bis 21 Uhr, mit einer Pause von 15-20 Minuten, wurde eingehalten.

Zusammen mit Doris und mir sind wir vier Paare; wie üblich im Kreis sitzend, mit einem niedrigen runden Tisch in der Mitte. Darauf verschiedene Redegegenstände und eine Kerze. Nach der Check In-Runde schlagen wir als kleine Einstiegsübung ein Zwiegespräch vor. Das Motto des Abends „Zeugen der Entwicklung“ wollen wir vertiefen, indem die TeilnehmerInnen wechselweise sowohl die Perspektive des Zeugen des Lebens des anderen einnehmen; als auch das eigene Leben mit dem Blick eines so nahen Menschen bezeugt sehen.

Jedes Paar zieht sich für zweimal fünf Minuten zurück. Die PartnerInnen schildern sich gegenseitig ihre Erinnerungen an Situationen, in denen sie die „Augen-, Ohren- und Herzens- Zeugenschaft“ des/der anderen als besonders hilfreich erlebt haben. Die anschließende Dialogrunde fördert Überraschungen, Erstaunen und einige Aha-Erlebnisse zutage. Es macht den Paaren sichtlich Freude, sich gegenseitig zu erinnern. Es wird viel gelacht und ich genieße die leichte, vertraute Atmosphäre. Vermutlich ist diese auch durch die salutogenetische Fragestellung bedingt.

Nach der Pause steht plötzlich ein schönes neues rotes Fahrrad in der Mitte, der kleine Tisch ist jetzt auf die Ebene des Stuhlkreises gerückt. Jede/r findet auf seinem Sitz vier Zettel, 2 rote und 2 orange. Auf der Flipchart erscheint die Übung „Das Fahrrad unseres Lebens“: Auf je einen roten und orangenen Zettel  wird der eigene Name geschrieben. Auf die anderen beiden der Name des/der PartnerIn.

Die Gruppe beginnt, das Fahrrad mit den Zetteln zu bekleben. Alle verteilen zuerst ihre zwei roten Zettel mit der Frage „Welcher Teil des Fahrrads symbolisiert den Beginn unserer Beziehung? Und zwar meine eigene damalige Rolle und die meines/r PartnerIn, wie ich sie damals erlebt habe“. Dann die zwei orangenen Zettel für den Stand unserer Beziehung wie ich sie heute erlebe. Die Erläuterungen der Einzelnen zu ihrer Auswahl von Lenker, Bremse, Klingel oder Licht, Gepäckträger, Rahmen oder Pedale werden von der Gruppe mit viel warmen Interesse und Humor aufgenommen. In dem anschließenden Dialog auf der Metaebene und in der Check Out-Runde ist die Atmosphäre geprägt von Freude an der Begegnung und Dankbarkeit für die Möglichkeiten, die der Dialog bietet. Wieder einmal zeigt sich, wie bereichernd für die Einzelnen und die Paarbeziehung eine solche Vertiefung der wesentlichen Fragen sein kann.

Jens Kotulla ist eine Fernsehsendung mit Bezug zu unserem Verständnis von Dialog aufgefallen. Es handelt sich um eine Dokumentation, die am 7. November auf 3Sat lief: „Ab 18! – Egal gibt es nicht“

Es wurde eine Kampagne von jungen Leuten begleitet, die ein Jahr lang vor der Bundestagswahl in der Republik rumgereist sind und das Gespräch mit potentiellen AfD-WählerInnen gesucht haben. Das Motto und die Haltung der Kampagne: Radikale Höflichkeit

Jens Kotulla wendet sich mit folgendem Anliegen an Vereinsmitglieder und Interessierte:

Liebe Interessierte, liebe Freundinnen und Freunde,

auf dem Herbstfest des Vereins am 2. Oktober gab es auch einen Dialog zum Thema „Wie und wo könnten bzw. sollten wir uns als Verein einbringen, damit aus politischen Streitprozessen dialogische Prozesse werden?“  (* Näheres siehe unten)

Während der Mitgliederversammlung am nächsten Tag wurde dann die Einladung zu einer Gruppe ausgesprochen, um diese Frage weiter zu vertiefen. Deshalb rufen jetzt die Unterzeichner*innen – Eva Kirchhoff, Frank Schubert und Jens Kotulla – dazu auf, eine Initiativ-Gruppe (IG) Dialog und Politik innerhalb des Vereins Im Dialog e.V. zu gründen.

Das erste Treffen wird in Ostdeutschland stattfinden, auch um den Kolleg*innen aus den östlichen Bundesländern die Teilnahme zu erleichtern. Termin ist am Sonntag, den 3. Dezember 2017 in Potsdam, ab 10 Uhr in der Jugendherberge „Haus der Jugend“, Schulstraße 9, 14482 Potsdam. Dort sind auch Übernachtungen möglich.

Rückfragen bitte an Frank Schubert (f.schubert[at]email.de), bei Interesse bitte angeben, ob 1 oder 2 (oder mehr) Nächte von Frank gebucht werden sollen. Es gibt Einzel-, Doppel- und Mehrbettzimmer.

Vorgeschlagener Ablauf

Samstag, 02.12., 19:00, am Vorabend führt uns Frank durch seine Stadt Potsdam. Überraschungen inklusive.

Sonntag, 03.12., 10:00, Beginn des Dialogs „Was kann bzw. soll eine solche Initiative bewirken?“

11:30 Kaffeepause

13:00 Mittagessen

14:00 2. Dialog: „Wie kann bzw. soll die praktische Umsetzung aussehen?“

15:30 Kaffepause

15:45 3. Dialog: „Nächste Schritte?“

16:15 Ende

* Zum Herbstfest-Dialog „Wie und wo könnten bzw. sollten wir uns als Verein einbringen, damit aus politischen Streitprozessen dialogische Prozesse werden?“

Viele äußerten ein Unbehagen angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen. Es wurde auch sichtbar, dass der Dialog als ein heilsamer Weg gesehen wird, miteinander friedlicher in der Gesellschaft umzugehen. Derzeit ist der Diskurs oft von völligem Unverständnis für die jeweils andere politische Meinung geprägt.

Die Rolle des Vereins in diesem Spannungsfeld blieb am Ende offen. Das Meinungsspektrum ging von Einmischen bis Nicht-Einmischen. Die Gruppe von zunächst drei Mitgliedern möchte in dieser Frage initiativ werden. Vorrangig geht es um das Ausloten und die Praktizierung des Dialogs auch auf politischen und gesellschaftlichen Konfliktfeldern, nicht um politische Inhalte. Das lässt die Satzung in ihrer Zweckbestimmung zu.